Alles im Fluss: Management des Baubestandswerks und zentrales Wissensarchiv

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist für den Unterhaltung, den Aus- und Neubau von Bundeswasserstraßen und den dazu gehörenden Anlagen wie Schleusen, Schiffshebewerke verantwortlich. Unterstützt wird die Bundesbehörde in ihrer Arbeit durch das Dienstleistungszentrum Informationstechnik im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Das DLZ-IT BMVBS berät das Bundesverkehrsministerium und die Dienststellen des Ressorts strategisch und konzeptionell bei der Fortschreibung des IT-Rahmenkonzepts und bei der Weiterentwicklung und Optimierung von IT-Lösungen. Die Mitarbeiter sind zudem für die Planung und Realisierung von Projekten auf Bundesverwaltungsebene zuständig.

Lösung
Deutschlandweites WSV-System zur "Digitalen Verwaltung technischer Unterlagen“ (DVtU) mit Integrationen zu MicroStation (CAD) und MS Office; Zentrale Dokumentationsplattform für technische Zeichnungen, Baupläne, statische Berechnungen, Gutachten, Genehmigungs- und Freigabeverfahren; Management des digitalen Baubestandswerks (Archiv) und lokal eingesetzter Softwarekomponenten in den Ämtern vor Ort; Prozessunterstützung bei der Erstellung, Verwaltung und Ablage aller Dokumente der Neubau- und Instandhaltungsprojekte.
Nutzen
DVtU zählt mit aktuell ca. 1.800 Nutzern und mehr als 2.700 im Endausbau zu den wesentlichen bautechnischen IT-Anwendungen innerhalb der WSV. Die über ganz Deutschland verteilten Ämter mit ihren mehreren hunderttausend Dokumenten verwalten mit CIM Database die notwendigen Informationen zum Unterhalt und Neubau von Wasserstraßen einheitlich, effizient und geltungssicher. Workflows und hinterlegte Geschäftsprozesse stellen die Durchführung und Dokumentation gemäß den jeweiligen Verwaltungsvorschriften, Genehmigungsschritten sowie Prüf- und Freigabeprozesse sicher. Zudem dient das zentrale Archiv als WSV-weite Wissensquelle und digitales Langzeitarchiv über den ganzen Lebenszyklus der Bauwerke hinweg.
Besonderheiten
Durch die Vernetzung der Ämter mit der zentralen Archivkomponente in Ilmenau ist erstmalig ein amtsübergreifender Zugriff auf das Baubestandswerk möglich. Mitarbeiter können über das behördeninterne Intranet Unterlagen schnell, sicher und in ihrer jeweils gültigen Ausprägung finden und auswerten. Schnittstellen zu anderen Kernsystemen der WSV, bspw. der Wasserstraßendatenbank oder auch den Web Mapping Services der WSV, erleichtern die übergreifende Recherche verschiedener fachlicher Aspekte zu den einzelnen Anlagen. Erstmalig wird ein autarker Betrieb mehrerer Standorte (BK) mit der Möglichkeit des Datenaustausches über speziell entwickelte Transferdienste ermöglicht.
Die digitale Verwaltung technischer Unterlagen mit CIM Database ermöglicht erstmals den bundesweiten und ämterübergreifenden Zugriff auf das Baubestandswerk.
Jens-Uwe Bier
Leiter des IT-Teilprojekts DVtU (Digitale Verwaltung technischer Unterlagen) der WSV

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